Haus Lemke – Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich

Kunstgewerbemuseum, Matthäikirchplatz, 10785, Berlin

10. Dezember 2025 – 31. Dezember 2027

Die erstmals vollständige Präsentation der Möbel aus Haus Lemke zeigt eine der wichtigsten original erhaltenen Innenausstattungen aus dem Werk von Ludwig Mies van der Rohe. Die Einrichtung folgt den seit Mitte der 1920er-Jahre von Mies van der Rohe und Lilly Reich entwickelten Gestaltungsprinzipien: Neben den bekannten Stahlrohrmöbeln spielen furnierte Holzmöbel weiterhin eine zentrale Rolle. Charakteristisch sind klare Geometrie, präzise Proportionen und die hochwertige Verarbeitung von Holz, Stein, Glas und Metall. Haus Lemke, heute als „Mies van der Rohe Haus“ bekannt, wurde 1932/33 in Berlin-Lichtenberg am Obersee erbaut. Die Möblierung entstand erst nach der Übergabe 1933 schrittweise: Entwürfe für das Arbeitszimmer wurden zunächst nicht umgesetzt, später aber vermutlich gemeinsam mit Lilly Reich und Mitarbeitenden weiterentwickelt. Arbeits- und Schlafzimmer wurden nach neuen Entwürfen ausgestattet, das Wohnzimmer nutzte teilweise vorhandene Möbel; erst 1937 galt die Einrichtung als abgeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus unterschiedlich genutzt und stark verändert. Seit 1977 denkmalgeschützt, wurde es nach 1990 öffentlich zugänglich und als kommunale Galerie neu genutzt. Eine Sanierung von 2000 bis 2002 sicherte das Gebäude zusätzlich.

Haus Lemke – Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich