KVOST, Leipziger Straße 47, 10117, Berlin
10. September 2026 – 28. November 2026
Die polnische Künstlerin Izabella Gustowska (*1948) prägt seit den 1970er Jahren die konzeptuell orientierte polnische Kunstszene. Ihr Werk bewegt sich an der Schnittstelle von Körperrepräsentation, Subjektkonstruktion und feministischer Bildkritik und untersucht die Bedingungen visueller Wahrnehmung sowie die kulturelle Produktion von Identität. Als Professorin an der Kunstuniversität Poznań hat sie mehrere Generationen von Künstler*innen beeinflusst. Internationale Anerkennung erlangte sie durch Teilnahmen an der Biennale von São Paulo (1983, 1987) und der Biennale von Venedig (1988). Für die Ausstellung bei Kvost zeigt Gustowska neue Arbeiten, die sich mit Erinnerung und Zeitlichkeit auseinandersetzen. Ausgangspunkt ist das Familienhaus in Poznań, in dem ihre Familie seit 1938 lebt und das als biografischer wie kultureller Erinnerungsraum fungiert. Die neuen Werke treten in Dialog mit zentralen Arbeiten aus den 1980er Jahren und ermöglichen eine retrospektive Betrachtung wiederkehrender Motive und Fragestellungen innerhalb ihres Œuvres.