Museum für Asiatische Kunst, Schloßplatz 1, 10178, Berlin
18. Juni 2026 – 15. Februar 2027
In der Ausstellung von Mirae kh Rhee wird die statische Präsentation von Objekten in Museen hinterfragt. Die Künstlerin untersucht, wie und warum Sammlungen entstehen und welche Botschaften sie vermitteln. Sie beleuchtet die bewegte Geschichte von Sammlungsobjekten und deren Schöpfern, die durch menschliche Mobilität geprägt ist. Rhee, die interdisziplinär und forschungsbasiert arbeitet und in Deutschland, Kalifornien und Südkorea tätig ist, thematisiert in ihrer Kunst Sammelpraktiken, erzwungene Migration und kulturelle Aneignung, basierend auf ihrer diasporischen Identität. Die Präsentation ist Teil eines Langzeitprojekts, das Kuriositätenkabinette aus der Perspektive eines transnationalen Feminismus und dekolonisierenden Ansätzen betrachtet. Rhee kritisiert etablierte Sammlungserzählungen und analysiert elitäre Konzepte, die Macht und Identität konstruieren. Die Besucher sind eingeladen, ihre eigene Sammelpraxis zu reflektieren.