Victoria and Albert Museum, Cromwell Road, SW7 2RL, London
19. August 2026 – 31. August 2026
Die mexikanische Künstlerin Julieta Gil fragt, für wen das nationale Erbe wirklich ist, wie es aufgebaut ist und warum die Vergangenheit auch heute noch in Erinnerung bleibt. Durch ihre Arbeit betrachtet sie den öffentlichen Raum in seinen vielfältigen Formen, von Straßen und Denkmälern bis hin zu digitalen und archivierten Räumen. Für dieses Projekt verwendete Gil die Photogrammetrie – ein Scanverfahren, bei dem Standfotos zu einem dreidimensionalen Modell zusammengefügt werden –, um historische Stätten und Denkmäler in ihrer Heimatstadt Mexiko-Stadt zu dokumentieren. Sie wählte Orte, an denen aufgezwungene Versionen der Geschichte durch gemeinsame Erinnerungsakte gestört werden, und hob die Spannung zwischen der polierten Symbolik öffentlicher Denkmäler und der in ihrer Vergangenheit eingebetteten Gewalt hervor. Die Materialagilität dieser Scans spiegelt wider, wie Gil Technologie als Werkzeug für kritische Untersuchungen einsetzt. Präsentiert als Videoarbeiten, Fotografien und digitale 3D-Modelle fordern sie auch traditionelle Ideen von Objekten und Displays heraus, insbesondere in Museumsumgebungen.