Between Bridges, Adalbertstraße 43, 10179, Berlin
10. September 2026 – 25. Oktober 2026
Rachel Seidu setzt sich in ihren filmischen und fotografischen Arbeiten mit queeren Identitäten in Nigeria und den vielfältigen Formen von Intimität auseinander. Sie verbindet konzeptuelle und dokumentarische Ansätze und schafft poetische, zugleich politisch aufgeladene Bilder, in denen Gemeinschaft, Verletzlichkeit und Resilienz im Mittelpunkt stehen. Ihre Arbeit versteht sich als Beitrag zu einem visuellen Archiv queerer Existenz in Nigeria und thematisiert strukturelle Ausgrenzung und gesellschaftliche Gewalt, etwa durch Konversionstherapien oder die Rolle religiöser Institutionen bei der Aufrechterhaltung von Intoleranz. Ausgehend von persönlichen Erzählungen reflektiert Seidu Fragen von Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und der Freiheit, ein autonomes Leben zu führen. Die Ausstellung bei Between Bridges präsentiert ihr Werk erstmals in einer umfassenden Einzelausstellung in Deutschland. Seidu (*1997 in Lagos) lebt und arbeitet in Lagos; ihre Arbeiten wurden international gezeigt.