BASTIAN, Taylorstraße 1, 14195, Berlin
10. September 2026 – 21. November 2026
Robert Rauschenberg gewann 1964 als erster amerikanischer Künstler den Preis der Biennale von Venedig und trug damit entscheidend zur internationalen Rezeption der neuen amerikanischen Kunst bei. Über ein halbes Jahrhundert brach er mit großem Risiko und Erfindungsreichtum tradierte Vorstellungen vom Bild auf. Seine Werke verbinden autobiografische Momente, das Strandgut der Metropolen sowie Nachrichten aus Fiktion und Realität in vielschichtigen, kontextreichen Kompositionen. Für Rauschenberg konnten ein zerbeultes Straßenschild, eine ausgestopfte Ziege, ein Autoreifen, Bilder der Mondlandung, ein Musikstück oder ein zerschlissener Bettbezug ebenso bildwürdig sein wie Leinwand, Ölfarbe, Terpentin und Siebdruck. Im Zentrum der Ausstellung steht das großformatige Werk „Crosstown“ von 1997, ein urbanes Panorama aus Formen und Farben ohne hierarchische Ordnung.