The Jewish Museum, 1109 5th Ave, 10128, New York City
18. Dezember 2026 – 7. Juni 2027
Ruth Patirs Multichannel-Videoarbeit, die ursprünglich für den Israel-Pavillon auf der Biennale in Venedig 2024 geschaffen wurde, vereint alte Archäologie und zeitgenössische digitale Technologie, um die Schnittstelle zwischen Geschlecht, Mutterschaft und der angespannten Politik der Fruchtbarkeit und der reproduktiven Rechte zu untersuchen. Mit digital animierten weiblichen Figuren aus der Eisenzeit – basierend auf archäologischen Artefakten aus dem Zeitraum 800–600 v. Chr., deren Bedeutung unklar bleibt, aber häufig mit der Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wird – verwebt die Arbeit vier Videos, die sich auf Patirs persönliche Erfahrungen nach einer Genmutationsdiagnose und den daraus resultierenden Druck der Fruchtbarkeitsbehandlung in einem von Männern dominierten medizinischen System stützen. Mit aufgezeichneten Gesprächen mit verschiedenen Personen im Leben der Künstlerin setzt Patir diese animierten Figuren als Avatare für sich selbst und die Frauen um sie herum ein und untersucht Themen wie körperliche Autonomie, Medizin und staatliche Intervention – insbesondere im Kontext der staatlich finanzierten IVF-Politik Israels. Ein fünftes Video, Keening, wurde nach dem 7. Oktober 2023 erstellt, um kollektive Trauer und Wut zu thematisieren. Zusammen bilden die fünf Videos eine vielschichtige, ergreifende Reflexion darüber, wie persönliche Erzählungen von politischen, historischen und kulturellen Kräften geprägt werden. Diese Präsentation markiert die US-Premiere von (M)otherland.