Museum für Asiatische Kunst, Schloßplatz 1, 10178, Berlin
28. November 2025 – 31. August 2026
Die Ausstellung "Sich verwandt machen" versammelt Positionen von Künstlerinnen aus Kanada, Südkorea, Nigeria, Ghana, Myanmar, Deutschland, Estland, Usbekistan und den USA. Ihre Praktiken reflektieren das Verständnis, dass wir in ein dynamisches Netz von Beziehungen eingebunden sind, das Menschen, Tiere, Pflanzen, Geistwesen und den Kosmos umfasst. Diese Perspektive kritisiert (koloniale) Gewalt- und Ausbeutungsregime sowie Staatsideologien, die Beziehungsvielfalt auf starre Familienmodelle reduzieren. Die Künstlerinnen setzen dem Verlust von Verbindungen, Artenvielfalt und Wissen Widerstand entgegen und erforschen marginalisierte Wissens- und Beziehungsformen. Vier zentrale Themen prägen die Ausstellung: Zugehörigkeit und Gemeinschaft, Verflechtungen zwischen menschlichen und nicht menschlichen Kollektiven, Wiederbelebung entwerteter Wissenskulturen sowie kulturelles Gedächtnis und intergenerationaler Austausch. Die transkulturelle Vielfalt der Ansätze schafft ein Pluriversum und lädt zur Entfaltung eigener Verbindungen ein.