Susanne Kriemann . Im Fieber der Sonne flattern Schmetterlinge im Bauch

C/O Berlin, Hardenbergstraße 22-24, 10623, Berlin

11. September 2026 – 20. Januar 2027

Die Berliner Künstlerin Susanne Kriemann (*1972) verfolgt in ihrer Ausstellung die Spuren des Atom- und Industriezeitalters bis in die unmittelbare Gegenwart. Im Zentrum stehen Landschaften ehemaliger Uranabbaugebiete in Sachsen, Thüringen und im französischen Limousin, wo Strahlung bis heute in Böden und Pflanzen nachwirkt. In der Werkreihe „Pechblende" entstehen Fotografien ohne Kamera oder externe Lichtquelle: Radioaktive Stoffe wirken direkt auf fotografischen Film ein. Kriemann untersucht zudem Rückstände der Schwerindustrie wie Schlacke, die als Füllmaterial in Berliner Gründerzeithäusern und in ihrem eigenen Atelier verbaut wurde. Landschaft und Architektur treten in einen Dialog über die materiellen Nachwirkungen industrieller Ausbeutung. Die Ausstellung präsentiert Kriemanns erweitertes Verständnis von Fotografie, das Material und Prozesse gleichermaßen einbezieht. Sie fragt, wie verborgene Wirkungen wahrnehmbar werden und welches Wissen aus der Aufmerksamkeit für dieses Erbe entstehen kann. Die Präsentation findet als Doppelausstellung mit Stelios Kallinikous Ausstellung im Rahmen des „After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize 26" erstmals bei C/O Berlin statt.

Susanne Kriemann . Im Fieber der Sonne flattern Schmetterlinge im Bauch